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ZUM ENTWURF

Sehr geehrte Damen und Herren,

für den diesjährigen Skulpturenweg Walberla möchte ich folgendes Vorhaben vorschlagen:
Die Aufstellung der Kalksteinskulptur "Bridge".
Die Skulptur aus dem Jahr 2008 ist eine 5 Tonnen schwere Steinskulptur welche aus einem Stück gefertigt ist (Maße 110 x 320 x 90 cm). Eine Seite rau mit einem natürlichen Lagerbruch und die andere Seite geschnitten und geschliffen. Der Stein Marchinger Donaukalk stammt aus einem Steinbruch bei Neustadt an der Donau in dem ich gut zwei Jahrzehnte mein Studio hatte. Ich arbeite sehr gerne mit den regionalen Materialien.

Die Form soll an die Auflager einer Brücke erinnern und den Eindruck von einer Verbindung zwischen zwei Punkten vermitteln.
Genauso wie Brücken in vergangenen Tagen immer wieder die Möglichkeit geschaffen haben Regionen zusammenzubringen können Kunstwerke die in der Öffentlichkeit stehen auch Distanzen überwinden. Weil jeder Eingriff in den bekannten Lebensraum eine Auseinandersetzung damit nach sich zieht, ermöglicht das auch die Diskussion über verschiedene Standpunkte. Diese Gedanken haben mich zu der Form der Skulptur gebracht. Eine Brücke die uns hilft miteinander in Kontakt zu kommen, auch wenn es nur im Kleinen stattfindet über einen längeren Zeitraum gesehen passiert es wohl immer und immer wieder und ist somit ein Erfolg. Die Brücke hatte mehrere Standorte und wurde vor dem Gebäude der Zahnärztekammer in München zum Treffpunkt in den Pausen und vor dem Ismaninger Kallmann-Museum ein Ort zum Verweilen und Diskutieren vor und nach dem Besuch der Ausstellung.
Als Standort wäre ein leicht erhöhter Platz favorisiert.
Die Skulptur muss aus dem 130 km entfernten Treuchtlingen antransportiert und mit einem Kran aufgebaut werden.
Im Boden braucht man nur zwei kleine waagerechte Punktfundamente für die zwei Füße (ca. 30 bis 40 cm tief). Wenn der Boden sehr hart ist, sind keine Fundamente notwendig.
Die Kosten für die Herstellung ohne die Arbeitszeit, also Material von 2,5 Kubikmeter Stein, Maschinenstunden für Seilsäge, Gattersäge, Transport und Platzmiete im Steinbruch lagen bei 4.500 EUR. Für den Transport zum Skulpturenweg Walberla und die Aufstellung vor Ort sowie nach 2 Jahren wieder zurück nach Treuchtlingen wurde mir ein Preis von 500 EUR pro Wegstrecke genannt.

Ich würde mich freuen, wenn Ihnen mein Vorschlag zusagt.

REFERENZ

VITA

1964 geboren in Birkenfeld an der Nahe, lebt und arbeitet in München
1982–84 Ausbildung bei Kubach-Wilmsen, Bad Münster am Stein
1984–90 Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste, München, bei Eduardo Paolozzi
1985/88 Steinbildhauer-Symposium Kuroshima, Japan
1990 Diplom für Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste,München, bei Eduardo Paolozzi
Gisela und Erwin Steiner-Stiftung, München
Steinbildhauer-Symposium Oshima, Japan
Förderpreis zum Kunstpreis Rheinland-Pfalz
1994 Jahresstipendium vom Deutschen Akademischen Austausch-Dienst (DAAD). Studium der Bildhauerei an der Tokyo National University of Fine Arts and Music (GEDAI), Tokio, Japan
Steinbildhauer-Symposium Kasama, Japan
2003 Steinbildhauer-Symposium Otawara, Japan
2016-17 Dozent, Sommerakademie Neuburg an der Donau

Einzelausstellungen (Auswahl)

1992 Galerie Karin Sachs, München
1994  Galerie Karin Sachs, München
Galerie Konishi, Kioto, Japan
1995  Za Moca Foundation, Tokio, Japan
1997 Galerie Karin Sachs, München
2000/03  Galerie Karin Sachs, München
2009 Maler-Zang-Haus, Birkenfeld
Schnitt in die Tiefe, in der Vertretung des Freistaates Bayern bei der Eu, Brüssel
2010 Kallmann-Museum, in der Orangerie, Ismaning

Gruppenausstellungen (Auswahl)

1988 Unter Helden und Göttern, Glyptothek, München
1989  Ministerium für Wissenschaft und Kunst, München
1991/94 Förderpreise, Vorschläge der Jury, Künstlerwerkstatt Lothringer Straße, München
1995 Galerie Bernd Dürr, München
Galerie Karin Sachs, München
1997 Pavillon, nicht alltägliche Orte. 10 Installationen an 10 Standorten in München mit Kimberly Austin, Reto Emch, Ivan Kafka, Shiro Matsui, Fabrizio Plessi, Robert Schad, Clemens Weiss, Heinrich Weid und Ben Willikens, Artcircolo Kunstprojekt, München
2000 Skulpturenpark Ismaning 2000, Gemeinde Ismaning und Kallmann-Museum, Ismaning
2002 Uebergriffe, Maximiliansforum, München
2005 Friendly Fire, Kunstbunker Tumulka, München
2008  Abgerissen, Fotografien von Michael Geanssler, Michael Heinrich, Christian, Hinz, Florian Holzherr, Klaus Kinold, Jens Massmann, Stefan Müller-Naumann, Sigrid Neubert, Myrzik Jarisch und Ingrid Scheffler, Architekturgalerie, München
Brückenschlag, Zahnärztehaus, München
Kunstbunker Tumulka, mit Anton Brandl, München
Forever Young, Galerie ars agenda, München
Kunsträume Bayern 2008, Neustadt an der Donau
2009 Christian Hinz Meets Nosh, Galerie ars agenda, München
2010 Sendegebiet 155, Landsbergerstrasse 155, München
Equilibrium, Galerie ars agenda, München

Skulpturen im öffentlichen Raum

1988  Außenskulptur, Sasebo, Japan
1990  Außenskulptur, Oshima, Japan
1993  Außenskulptur, Europäisches Patentamt, Bayerstraße 34, München
1994  Bambusvorhang, Installation, Naguri, Japan (temporär)
1997 Außenskulptur „4S“, Kulturzentrum am Gasteig, München (temporär) Außenskulptur „Pavillon“, Europäisches Patentamt, Erhardtstraße 27, München (temporär)
2000 Außenskulptur und 6 Brunnenskulpturen, Neuer Friedhof, Neubiberg Außenskulptur „Bridge“, Schlosspark, Ismaning
2001 Gartengestaltung und Außenskulptur „Micros“, Städtische Berufsschule für Gartenbau und Floristik, Sadelerstraße 30, München
2002 Außenskulptur „4S“, Europäisches Patentamt, Erhardtstraße 27, München
2003 Außenskulptur „Bound“, Otawara, Japan
2008 Außenskulptur „Bridge“, Zahnärztehaus, Fallstraße 34, München
2009 Brunnengestaltung und Außenskulptur „Mikrofon“, Maler-Zang-Haus, Birkenfeld
2010 "Instant Shelter",Installation, Ausstellung Sendegebiet 155, Landsbergerstrasse 155, München (temporär)
2016  6 Brunnenskulpturen, Friedhof, Neubiberg
2018  "Glockenturm" Skulptur, Edelstahl, auf der Fehlbachbrücke, Große Kreisstadt Erding

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