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ZUM ENTWURF

Beschreibung „Wendepunkt“:
Die Arbeit „Wendepunkt“ befaßt sich mit dem Thema der Christianisierung des fränkischen Raums im Allgemeinen und speziell mit der des Standorts „Walberla“. Der ehemalige Kultplatz der Germanen erfuhr um ca. 900 eine Neu- und Umdeutung in eine christliche Ethik und Bildersprache hinein.Die Arbeit besteht aus drei Teilen: zwei sich gegenüberstehende Eichenbohlen und auf dem Leerplatz dazwischen, quasi als Platzhalter für den Betrachter, eine runde  Eisenplatte.
Auf einer der Bohlen ist die reliefartig geschnitzte Darstellung des Bilsenkrauts (eine DER „Hexenpflanzen“ oder vielleicht besser „Zauberpflanzen“ schlechthin) dargestellt, als Symbol einer Naturreligion im weitesten Sinne. Auf der anderen Bohle, ihr gegenüber platziert, ist der Äbtissinnenstab der heiligen Walburga zu sehen.Die Eisenplatte, der „Wendepunkt“ in der Mitte, darf und soll vom Betrachter betreten werden. Er kann sich von diesem Punkt aus wenden, also die Perspektive ändern. Dieser Blickwechsel bezieht auch den Naturraum und den Ort an sich als Kulisse mit ein. Nicht zuletzt deshalb, weil die unbearbeiteten Rückseiten der Bohlen teils durchbrochen sind von den Umrisslinien der Vorderseite und dadurch einen Blick in – und Bezug zu – der Landschaft ermöglichen.

Der Betrachter wird mit seinem Eintreten in den „Wendepunkt“ Teil dieser Installation. Er ist der Bezugspunkt der beiden Bohlen, steht im Spannungsfeld dieser gewaltigen historischen Umwälzung. Er ist Zeuge und Metapher für ein Weiterleben der Geschichte ins Jetzt hinein.

Benötigtes Material, Gewicht:
Für alle drei Teile der Arbeit werden frostsichere Punktfundamente mit Hilfe eines Erdbohrers benötigt (siehe Zeichnung zur Bemaßung). Das Gewicht einer Bohle incl.der Armierungen beträgt ca. 120kg.

Kosten:
Geschätzte Materialkosten aller Fundamente: ca. 500€

REFERENZEN
VITA
– 1993   Praktikum in der Bildhauerwerkstätte des Deutschen Museums, München
– 1993 – 1996   Ausbildung zur Holzbildhauergesellin in Berchtesgaden
– 1996 – 2002   Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg bei Professor Christian Höpfner und Professor Ottmar Hörl
– Meisterschülerin
– Seit 2002 freiberuflich tätigdiverse Ausstellungen, 3. Preis im Brunnenwettbewerb Wassertrüdingen, 3. Preis im geladenen Münzwettbewerb des BADV – Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen, Atelierförderung der Stadt Nürnberg, Ankauf der Arbeit "Der sichere Ort" des Bezirkskrankenhaus Lohr
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