21040

21040

ZUM ENTWURF

“ZUFLUCHT”
Material:
Holz, aussen in blau öllasiert, innen natur, Dachpappe im roten Biberschwanzmuster
Innenraum: hölzerne Liege-, bzw. Sitzfläche, Tisch mit Hocker, Wanderstab, Ölfläschchen, Reisetagebuch mit Stift, Ikonenbild der Hl. Walburga
Maße:
200 cm (Länge) x 210 cm (Breite) x 250 cm (Höhe)
Gewicht:
ca. 150 kg Gesamtgewicht

Beschreibung des vorgeschlagenen Objektes und inhaltliche Gedanken

“Zuflucht” ist ein Konzeptkunstwerk, eine interaktive, betretbare Installation, die den Vorübergehenden zum Verweilen einladen soll.
In Form einer Rasthütte bietet sie dem Wanderer Schutz vor Sonne, Wind, Sturm und Regen.
Das Projekt nimmt Bezug auf die Gegend, dessen Nutzung als beliebter Wanderpfad mit schönen Ausblicken zum Verweilen und, nicht zuletzt, auf die vermutliche Namensgeberin, die heilige Walburga, Schutzpatronin der Seeleute und Schutzheilige gegen Sturm.

Der Unterstand ist eine kleine Holzhütte.
Die Farbgebung im Aussenbereich ist blau und nimmt Bezug auf die blaue Blume als zentrales Symbol der Romantik. Die fränkische Schweiz gilt nicht umsonst als der Innbegriff der romantischen Landschaft. Auch wurde die blaue Farbe später Sinnbild der Sehnsucht nach der Ferne und Symbol der Wanderschaft. In der heutigen Farbsymbolik steht sie für Intuition, Kommunikation, Ganzheitlichkeit, Verbundenheit und Ruhe.
An den vier Seitenwänden erscheinen die Worte “ZUFLUCHT”, “WILLKOMMEN”, “HIER” und “RAST” im Tiefrelief auf verschiedensten Sprachen. Sie laden ein, vermitteln Offenheit und Toleranz und stehen als Zeichen der Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft.
Eine kleine Bank rechts des Eingangs lässt den Blick über das Wiesenttal geniessen.
Das Dach ist mit roter Dachpappe in Form der in der Gegend üblichen Biberschwanzziegel abgedeckt.
Der Innenbereich der Schutzhütte ist ein schlicht und elementar eingerichteter Unterschlupf. Die gesamte Länge wird von einer Sitz- bzw. Liegefläche bestimmt, zum Ausruhen und Kraft schöpfen.
Ihr gegenüber befindet sich ein Tischlein mit Hocker.
Darauf ist ein dickes ledernes Reisetagebuch und ein Stift befestigt.
Schlägt man die erste Seite auf, findet man Zeilen über die Walberla und das Wiesenttal aus den Reiseberichten der “Pfingstreise”, welche die romantischen Autoren Ludwig Tieck und Wilhelm Wackenroder 1793 durch die fränkische Schweiz unternommen hatten.
Die Zeilen sind Inspiration, welche den einen oder anderen Wanderer anregen können, die eigenen Gedanken und Eindrücke hier zu verewigen.
Auf dem Tisch befindet sich außerdem ein befestigtes Ölfläschchen und an der Wand hängt ein Reisestab, in Gedenken der heiligen Walburga, die in Form eines Ikonenbildes an der Wandfläche über dem Tisch hängt.

Absicht und Ziel des Kunstwerkes ist die Verbindung des Ortes der Walberla in der heutigen Zeit mit seiner geschichtlichen und auch religiösen Bedeutung. Es ist eine Einladung zum Ausruhen und Besinnen, zum Geniessen der Landschaft, aber auch als Zeitreise in frühere Epochen und die Gefühle der Romantik.

Als Standort empfehle ich eine hoch gelegene, ungeschützte Stelle des Skulpturenweges, mit Ausblick in die Ferne und das Wiesenttal, optimalerweise auf etwa halber Strecke des Weges.

Angaben zum Fundament

Am ausgewählten Standort wäre bauseits als Fundament eine Plattform aus Holz mit den Maßen 220 cm x 250 cm zu errichten, welche das Gesamtgewicht der Installation tragen kann und dieser gleichzeitig als Bodenfläche, als auch Verankerungsfläche dient.
Weitere Materialien und Hilfsstoffe werden nicht benötigt.
Wenn die Zufahrt zum Aufstellungsort gewährleistet ist, wird auch keine Transport- bzw. Aufbauhilfe von Seiten der Organisatoren benötigt.
Das Objekt ist von seiner Materialwahl und Oberflächenbehandlung den Witterungsumständen gewachsen und kann problemlos über zwei Jahre ohne weitere Instandhaltungsarbeiten im Freien stehen.

Kosteneinschätzung

Materialkosten: ca. 800 Euro
Herstellungskosten: ca. 2000 Euro
Transport und Aufbaukosten: ca. 1000 Euro
Künstlerhonorar: 500 Euro
(alle Kosten brutto)
Gesamtkosten: 4.300 Euro

REFERENZ

VITA

-1972 in Murnau am Staffelsee geboren
-1992 Abitur am Staffelseegymnasium Murnau
-1996 Abschluss mit Gesellenprüfung an der Fachschule für Holzbildhauer, Garmisch-Partenkirchen
-1998 Zertifikat an der Kunsthochschule “Llotja” in Barcelona, Spanien im Fachbereich Skulptur                                                  
-bis 2006 diverse Fachausbildungen in Bronzeguß, Silikon- und Kunstharz, Skulptur in Glas
-paralleles Arbeiten als freischaffende Bildhauerin im eigenen Atelier in Barcelona,                  
auftragsgebundene Bildhauerarbeiten in Stein und Holz, Gestaltung und Dekoration für Werbung,     
Fernsehen, Freizeitparks und Museen, Modellbau, Restaurationsarbeiten an denkmalgeschützten
Gebäuden in Stein und Holz
-2012: Rückkehr nach Murnau, wo sie als freischaffende Bildhauerin tätig ist

Ausstellungen und Preise
(ab 2010 mit Schwerpunkt öffentlicher Raum und Kunst am Bau)

2011: – 1. Preis auf “Frutos” (Früchte) im Skulpturenwettbewerb “Josep Campenys, Barcelona
2012: – Einzelausstellung “Der Baum des Lebens” in Sant Feliu de Codines, Spanien
         – Ankauf von 3 Großskulpturen von der Gemeinde Sant Feliu für öffentliche Gebäude
2014: – Beteiligung an der Ausstellung “Artenvielfalt” des Bund Naturschutz, Wartaweil mit einer
           Installation in der Parkanlage
2016: – öffentliches Kunstprojekt “Entwurzelt” zum Thema Immigration, Gemeinde Murnau
2017: – ausgewählt für die Verwirklichung einer Skulptur im öffentlichen Raum, Murnau
         – ausgewählt in der Auslobung von “Arnica Hessen” zur Realisierung einer Skulptur für den
           botanischen Garten Marburg    
2018: – Leihgabe der Installation “Moses 3” für den Wettbewerb “Kunst im öffentlichen Raum”,
           Murnau
         – Herstellung einer Holzskulptur für den Aussenbereich am Bildhauersymposium              
           Sankt Blasien, Schwarzwald
2019: – Auserwählt zur Gestaltung des Horvátpreises in Form einer Skulptur für Josef Hader
         – Teilname am Bildhauersymposium Brienz, Schweiz
2020: – Leihgabe der Skulpturengruppe “Masken” für den Garten des Hotels “Alpenhof”, Murnau
         – Teilname an der Ausstellung “Trotz” in der Parkanlage der Villa Riedwies mit zwei Skulpturen
2021: – Leihgabe der Skulptur “Schützenswert – Halm” im Rahmen der Ausschreibung “Kunst im
           öffentlichen Raum” am Kreisverkehr, Murnau
         – Leihgabe der Skulptur “Schützenswert – Knospe” im Rahmen des Kunst Wirte Projekts für
           das Hotel Alpenhof, Murnau
         – 1. Platz in der Ausschreibung “Kunst am Bau” der JugendKunstSchule, Frankenberg mit
            Auftragserteilung
         – Leihgabe der Installation “Moses” an die Gemeinde Peißenberg
         – Gewinnerin der Ausschreibung “Kunst im Park 2021/23” der Stadt Osterhofen
         – Aufenthaltsstipendium der Harald Knettenbrech Stiftung, Wiesbaden mit Ankauf der dort
           gefertigten Eichenskulptur

21040