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ZUM ENTWURF

„trees“  Skulpturenweg Walberla

Die Natur – war in der Pandemiezeit mehr Trostspender und Kraftquelle denn je. Pflanzen schmeicheln unserer Psyche, wirken mit Duft, Farbe und Formen auf unser Gemüt. Regenerieren uns und lösen Wohlbefinden aus. Während die sichtbare Belastung unserer Umwelt, die wir aus Gleichberechtigung besser als MITwelt begreifen sollten, gravierende Ausmaße annimmt und an allen Orten heftige Einschnitte zeigt. Sonnenschein alleine ist unser gutes Wetter, während die Natur dürstet? Nein. Die Natur ist weit komplexer als unser Gebrauch von ihr suggeriert. Während wir uns wohltemperiert fühlen, sinkt auch in Franken der Grundwasserspiegel stark. Die „trees“ innerhalb des Skulpturenwegs Walberla sind als ästhetisch auffälliger Fingerzeig auf unseren Umgang mit der Natur zu verstehen.

Der Beitrag „trees“ für den Skulpturenweg Walhalla ist aus dem nachhaltigen Naturprodukt Erde geformt. Die Skulptur stellt stilisierte Zweige dar, die sich mahnend starr emporrichten und deren orangerote Spitzen qua Signalwirkung, ähnlich züngelnder Flammen, unsere Aufmerksamkeit fordern und zum näheren Betrachten auffordern. Dabei wird die Rindenstruktur deutlich, einzelne zarte Blüten bzw Knospen werden sichtbar. Es ist der Versuch der Natur Leben zurück zu gewinnen. Ihr Kampf die Landschaft zu erhalten. Das Kunstwerk wird, der Natur gleich, Veränderung akzeptieren wie befördern. Durch das Ansetzen einer Patina gliedert es sich lebendig in den natürlichen Prozess. Es ist, wie unsere Natur, ständig Gefahren ausgesetzt. Changiert zwischen Erneuerung und Zerstörung. Ist ein endliches Konstrukt in einer sich verändernden, unendlichen Natur. Ist der Natur gleich fragil und bedroht. Zeichen der natürlichen und unnatürlichen Läufe der Welt.
Die einzelnen „Zweige“ sind hohle Röhren, die auf Metallstangen festgesteckt werden. Die Stangen sind auf einer gut auf einer Cortenstahlbox montiert. Das Werk sollte in der offenen Landschaft, vielleicht benachbart zu Felsen, präsentiert werden. Zu der hierfür bereits entwickelten Tonmasse liegen die ersten Brennergebnisse vor. Mit der gefundenen Porzellan/Papier/Steinzeugmischung lässt sich über die Ausstellungsdauer Beständigkeit herstellen.

Da der Kontakt zu der Arbeit am Werk für die Bevölkerung und die Kolleg*innen leider nicht vor Ort mitzuverfolgen ist, freue ich mich über eine online Präsentation der Arbeitsschritte aus dem Atelier heraus.

Anmerkungen: Der Fokus meiner künstlerischen Arbeiten liegt auf gesellschaftspolitischen Themen wie Mobilität, Migration, Kommunikation, Terrorismus, Umweltzerstörung. Fragen, wie wir miteinander und mit natürlichen Ressourcen umgehen. Meine hauptsächlich verwendeten Werkstoffe sind aus dem Bereich der Keramik, wie z.B. Porzellan oder Steinzeug, oft kombiniert mit LED Licht, sowie Bewegungsmeldern, Infrarot, Video und/oder Sound. Getragen sind alle meine Werke von großem ästhetischem Reiz. Erst auf den zweiten Blick werden die dahinterliegenden gesellschaftlichen Fragen sichtbar.

REFERENZ

VITA

2018           Member of IAC, International Academie of Ceramics
seit 2013   2. Vorsitzende Kunstraum JETZT! e.V.
2015            Künstleraustausch nach Kunming/China
2008-14      1. Vorsitzende Berufsverband Bildender Künstler*innen Oberfranken e.V.
2013            Neubau Atelier für Studioporzellan und Ausstellungsraum
2001            Ausbildung zur Multi Media Designerin
1997            erste Foto- und Videoarbeiten
1995            Mitglied im BBK Oberfranken e.V.
1994            Atelier für Studioporzellan in Bamberg
1993            Meisterprüfung im Keramikhandwerk/ Koblenz
1990            Studienaustausch College of Art and Design, Farnham/ England
1990            Studienreise Hong Kong und China
1988-91       Fachschule für Keramikgestaltung Höhr-Grenzhausen/ WW
1985-87       Ausbildung zur Keramikerin: Krösselbacher Fayence, S. Pistorius-Lehmann, C. Cropp

Preise und Auszeichnungen
2020     Global ART Festival, Salt Desert of Kutchch, Gujarat, India
2019     Berganza Preis, Kunstverein Bamberg
2018+2019 ARTIST in Residence, Taoxichuan Art Center, Jingdezhen, Jiangxi, China
2018     Künstlerin des Monats der Metropolregion Nürnberg
2017     ORTUNG X #im Zeichen des Goldes, Publikumspreis Schwabach
2017     Kunstpreis der Kunstfreunde Stadt Hollfeld
2015     Kunststipendium der Stadt und Landkreis Bamberg
2014      Anerkennungspreis Bund Fränkischer Künstler
1999     2. preis int. cyberspace ceramic art competion
1998     Silbermedallie Biennale für Keramik – Kairo, Ägypten
1989     Sonderpreis Dekorgestaltung Rastal – Westerwald

Arbeitsgebiete
Objektkunst, Rauminstallationen, Fotografie, Video, Grafik

Anbei eine Auswahl der seit 1998 erfolgten nationalen und internationalen Ausstellungen in Deutschland, Ägypten, Frankreich, England, China, Litauen, Italien und Indien.
See the sound of Wagner ´21 R.Wagner Museum Graupa/Dresden
Balance `21 Kloster Wechterswinkel/Rhön
Kunstpreis Weißenburg `20 Schranne/Weißenburg
global art festival ‘20 Dhordo, Kutchh/ Indien
feel the rain ‘19 Taoxichuan, Jingdezhen/China
transluzent ‘19 Museum Sammlung Ludwig, Altes Rathaus Bamberg
Porzellan Biennale ‘18 Museum Albrechtsburg, Meißen
Porcelain ‘17 Xiamen/China
Ortung X ’17 Alte Synagoge, Schwabach
Roots  ‘17 Kulturzentrum St. Gangolf, Hollfeld
ARTexchange crossroads ’17 Arca Galerie, Vilnius/Litauen
Himmel | Hölle ´16 + ´17 Galerie HOP, Bamberg
INSPIRED ‘16 TaoXiChuan Art Museum, Jingdezhen/China
TRIO 5 ´16 Pinzenberg Keller, Schwabach
Zwei Positionen der Kunst ‘15 Yuan XiaoYan Art Museum, Kunming/China,
WA(H)RE Kunst ’14 Hofgartenhalle, Kunstverein Coburg

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