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ZUM ENTWURF

Bereits seit der frühen Jungsteinzeit war die Ehrenbürg (Walberla) besiedelt. In der Frühlatènezeit (480–380 v. Chr.) wurde auf dem Hochplateau von den Kelten eine 36 ha große, stadtähnliche Anlage mit einer mächtigen Steinmauer errichtet. Archäologische Funde belegen, dass die frühkeltische Zentralsiedlung Kontakte bis in den mediterranen Raum hatte. Die Ehrenbürg war zu dieser Zeit ein politisches und wirtschaftliches Zentrum, dessen Einfluss weit über die Region hinausreichte. Die mächtige Siedlung wurde zu Anfang des 4. vorchristlichen Jahrhunderts wie alle anderen gleichzeitigen Befestigungen Oberfrankens verlassen. Das hängt sehr wahrscheinlich mit den historisch belegten Keltenwanderungen gen Süden in Zusammenhang, die wohl von Klimaveränderungen verursacht wurden. Der Historie folgend wird das wichtige Ereignis der Keltenbesiedelung für den Skulptenweg an der Ehrenbürg aufgegriffen und thematisiert. Durch ein LandArt Projekt soll an diese bedeutende Frühzeit durch unmittelbares Erleben der Landschaft mit einer intensivierten Raumwahrnehmung erinnert werden. Das vergänglich gestaltete LandArt Kunstwerk, welches auch nach Beendigung der Ausstellung vor Ort bleiben und sich langsam wieder in die Natur rückintegrieren kann, soll eine Annäherung an die geschichts-trächtige Vergangenheit liefern und als Symbol für die frühkeltische Besiedelung stehen. Als Materialien dienen die heimischen und vorgefundenen Naturmaterialien wie der Dolomit (Jurakalk) der Fränkischen Alb und/oder heimisches Fundholz. Die LandArt Skulptur soll nicht nur am Skulpturenweg selbst wahr-nehmbar sein, sondern auch von der Westseite des Kraftortes „Walberla“ aus ein sichtbares Zeichen setzen. Das LandArt Kunstwerk nutzt dabei die Symbolik des keltischen Kreises mit Triquetra und/oder Triskele.

Keltisches Symbol Triskele: Der keltischer Spiralknoten, die Triskele, auch Triskel genannt, ist ein Symbol in Form von drei radialsymmetrisch angeordneten offenen Spiralen. Die „magische Zahl“ Drei, die insbesondere in der keltischen Mythologie Bedeutung hat, spielt eine große Rolle. So können verschiedene Zusammenhänge und Abfolgen angenommen werden: Der dreiseitiger Knoten symbolisiert das ewige Leben. Er steht für die Naturkräfte Wasser, Feuer und Erde, als Symbol für das Werden,Sein und Vergehen. LandArt Variante 1: Steinkreis aus heimischen und vorgefundenen Findlingen aus Dolomit / Jurakalk oder Schroppen vom heimischen Steinbruch mit bemalten Triskele-Symbol. LandArt Variante 2: Triskele-Symbol aus Dolomit / Jurakalk. Verwendetes Material: Schroppen / Schotter vom heimischen Steinbruch. LandArt Variante 3: Holzkreis aus heimischen und vorgefundenen Fundholz mit bemalten Triskele-Symbol. Verwendetes Material: Äste und Zweige von heimischen Bäumen, wenn möglich aus Kirsche oder von andere Obstbäume um eine Assoziation zu den Streuobstwiesen in der Fränkischen Alb herzustellen.

UND/ODER

Keltisches Symbol Triquetra: Der keltischer Dreieinigkeitsknoten, die Triqueta, auch Triquetta genannt, besteht aus drei ver-bundenen Kreisbögen. Von der keltischen Welt wandelt sich das weibliche Symbol zu einem männlichen Symbol im Christentum, z. B. in der gotischen Kunst. Dieses Dreieck, optional von einem Kreis belegt, schließt auch die Aspekte der Zahl Drei mit ein. Der Knoten der Dreisamkeit steht für die heilige Dreieinigkeit des Göttlichen, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, für Vergangen-heit, Gegenwart und Zukunft. LandArt Variante 1: Holzkreis aus heimischen und vorgefundenen Fundholz mit bemalten Triquetra-Symbol. Verwendetes Material: Äste und Zweige von heimischen Bäumen, wenn möglich aus Kirsche oder von andere Obstbäume um eine Assoziation zu den Streuobstwiesen in der Fränkischen Alb herzustellen. LandArt Variante 2: Triquetra-Symbol aus Dolomit / Jurakalk. Verwendetes Material: Schroppen / Schotter vom heimischen Steinbruch. LandArt Variante 3: Steinkreis aus heimischen und vorgefundenen Findlingen aus Dolomit / Jurakalk oder Schroppen vom heimischen Steinbruch mit bemalten Triquetra-Symbol.

Mögliche Leistungen bauseits: Transport von Schroppen / Schotter aus Dolomit / Jurakalk vom heimischen Steinbruch. Preis 1 t ca. 30 € ohne Lieferung.

 

REFERENZ

VITA

1966: Geboren in Erlangen
1972 – 1985: Gymnasium Herzogenaurach | Abschluss: Abitur
Seit 1985: Autodidaktische künstlerische Arbeit
1987 – 1992: Studium Innenarchitektur, FH Coburg | Abschluss: Dipl.-Ing. (FH)
1993 – 1994: Aufbaustudium Szenografie / Filmarchitektur, FH Rosenheim
1996 – 1997: Aufbaustudium Kunst und öffentlicher Raum, AdBK Nürnberg
Seit 2000: Freischaffende Arbeit im Bereich Architektur, Innenarchitektur und bildender Kunst
Seit 2014: Wohnhaft in in Betzenstein | Bau von Wohnhaus, Büro und Atelier

Schwerpunkt: Interdisziplinären Arbeit zwischen Architektur, Objektgestaltung und freier Kunst für neue künstlerische Strategien. Zahlreiche Ausstellungen in der Region und im Inland. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen bei Gestaltungs- und Architekturwettbewerben. Auszeichnung und Ankauf beim Wettbewerb des Skulpturenweges entlang der Wassermeile in Detmold.

 

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