21015

21015

ZUM ENTWURF
Beschreibung des Vorhaben: Skulptur
Nehmen und Geben

Wenn wir durch den wunderbaren Naturraum rund ums Walberla mitten durch die zahlreichen Streuobstwiesen wandern, können wir dabei die Vision eines intakten Naturraums erfahren. Für den Erhalt und die Pflege der Landschaft setzen sich zahlreiche Helfer ein. Es wird viel für den Erhalt seltener Obstsorten getan, Heckenpflanzen werden als Rückzugsgebiet vieler bedrohten Vogelarten gepflegt, eine einzigartige Pflanzen- und Insektenwelt wird durch viele einzelne Naturschutzmaßnahmen geschützt. Um diesen Schatz auch für nachfolgende Generationen zu erhalten, müssen wir fortwährend für deren Schutz sorgen. Das können wir aber nur schaffen, wenn der Wissensschatz der älteren Generationen an die junge Bevölkerung weitergegeben wird. Die Skulptur „Nehmen und Geben“ ist Symbol und Mahnmal, die Natur als Lebensgrundlage zu begreifen und die Menschheit als Teil dieser Natur zum sinnvollen Umgang mit ihr anzuhalten.

Der Löffel war seit jeher ein Sinnbild des Lebens. Den Löffel abgeben bedeutet, nicht mehr in der Lage zu sein, Kraft durch Lebensmittel zu sich zu nehmen. Der Besitz eines Löffels war früher an das eigene Leben gebunden, jeder hatte seinen eigenen Löffel zum Essen. Starb der Besitzer, „gab er den Löffel ab“; – der Löffel wurde verwahrt als Andenken an den verstorbenen Besitzer – oder noch früher – als Grabbeigabe mit auf den Weg ins Jenseits gegeben.
Eine ebenso hoffnungsvolle Bedeutung hat der Löffel als Möglichkeit, etwas nachträglich auszulöffeln. Hat man sich „eine Suppe eingebrockt“ – also einen Fehler gemacht – so gibt einem der Löffel die Möglichkeit, diese Suppe wieder auszulöffeln. Der Löffel als Werkzeug, um wieder gut zu machen, um nachträglich Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen.
Besonders mit dem Wissen, dass mit der zunehmenden Industrialisierung und der damit verbundenen automatisierten Fertigung mittlerweile ein Raubbau an unserer Umwelt erreicht ist, dass sämtliche Ressourcen unserer Erde in wenigen Jahrzehnten erschöpft sein werden.
In nur 5 Monaten haben die Einwohner*innen Deutschlands im Durchschnitt so viel von der Natur verbraucht, wie der Planet pro Kopf erst in einem Jahr erneuern kann. 

Meine Skulptur „Nehmen und Geben“ zeigt einen Schöpflöffel als Symbol, dass wir immer mehr von unserem Naturraum wegnehmen, aber nur wenig davon zurückgeben.

Der Schöpflöffel wird aus 3 mm Eisenblech geschweißt, die Länge beträgt 200 cm, die Höhe des Löffels 85 cm und die Breite 120 cm. Der Löffelstiel wird ca. 350 cm bis 390 cm betragen. Am Boden wird eine Öffnung =von 80 cm Durchmesser sein, die einem Baum das Durchwurzeln ermöglicht.

Da die Skulptur in einem Obstanbaugebiet aufgestellt wird, kann ich mir einen in den Schöpflöffel gepflanzten Kirsch- oder Apfelbaum gut vorstellen.
Für die Füllung des Schöpflöffels benötige ich Erde, die nach Absprache vor Ort zur Verfügung gestellt werden kann. Einen Sockel benötige ich nicht, da die Erde dem Löffel das nötige Gewicht gibt.

Für den Aufbau der Skulptur benötige ich einen Kleinbagger oder Frontlader, der das  Abladen des Löffels und das Anheben des Löffelstiels in die vorgesehene Position durchführen kann. Dieser wird zuerst aufgesteckt und dann punktuell verschweißt.

REFERENZEN

VITA

1969 – 1972: Ausbildung zum Bildhauer in Bad Aibling
(Abschluss als Bundessieger)
1975 -1977: Studium in München Meisterschule für Bildhauer,
Abschluss Holz und Steinbildhauermeister
1980 Beginn als freischaffender Künstler
1984 – 1995 Ateliergemeinschaft Rosenheim
1985 – 1995 Skulpturenpark „Kunstwiese“ in Rosenheim
1989 – 2018 Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler
1991 – 2018 Atelier in Wallkofen-Geiselhöring/Niederbayern
2005 – 2018 Mitglied von Sculpture-Network
2014 Umzug von Rosenheim nach Wallkofen/Niederbayern
2014 -2021 Lebt und arbeitet in Niederbayern

Kunstpreise: Kunstpreis der Stadt Schwabach, Ortung 1
Anne and Rodney Pearlman Fellowship
Beijing Olympic 2008 Sculpture Competition

Teilnahme an 50 internationalen Künstlersymposien

Deutschland, Österreich, Slowakei, Ungarn, Italien, Frankreich, Malta, Südkorea ,USA,
China , Dänemark, Lettland, Australien, Arabische Emirate, Schweiz, Kuwait, Syrien,
Zypern, Luxemburg, Türkei, Guatemala, Spanien, Bahrain, Ägypten, Georgien, Belize,
Iran, Russland,

Weltweit 40 Großskulpturen im öffentlichen Raum und für Skulpturenparks

Auswahl von internationalen Einladungen

2002 Spanien, Barcelona: St. Perpetua de Mogoda
USA,Providence Rhode Island: „Convergence Festival“
2003 China, Guilin: Yuzi- Paradise Skulpturenpark
China, Xiamen: Sea and Music Sculpture Manifest
2004 USA, San Francisco: „ Djerassi Resident Artists Program“
Katzow Skulpturenpark: Workshop Großskulptur "Don Quichotte"
2005 USA, Johnson City TX:  Benini Foundation, Skulpturenpark
USA/Kingston,New York: International Sculpture Biennial
Australien Sydney: “Sculpture by the Sea” Bondi Beach
Österreich, Riedersbach: Energie AG Stahlpark Museum
2006 USA, Bakersfield:  California State University CSUB
2007 East Haddam/USA: I-Park Environmental Art Program
2008 Beijing/China: Olympic Sculpture Invitational, Skulptur für den Olympiapark
Le Mont-Dore/ Frankreich: Horizons Nature Art
2009 China, Chengdu: New Southwest Jiaotong University
Bahrain/Manama: National Museum Sculpture Park
2010 Assuan/Ägypten: Aswan Open Air Sculpture Park
Türkei/Istanbul: Besiktas Sculpture Symposium
2011 Belize: 1.Independence Sculpture Festival
2012   Bad Ragaz/Schweiz: Internationale Triennale der Skulptur
Iran/Teheran: International Sculpture Symposium
2013 Penza/Russland: “Legend” Sculpture Park
2014 Saint Lo/ Frankreich: Festival de Vire
Istanbul/Türkei: Beylikdüzü Sculpture Festival
2015 Kish Island/Iran: 1.International Sculpture Symposium
Jiaxing/Shanghai/China: 2.Outdoor Sculpture Festival
Changsha/China: International Sculpture Culture Art Festival
2016 Manavgat/Türkei: International Sculpture Symposium
2018 Pfäffikon SZ/Schweiz: Höfner Skulpturensymposium

21015